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Sancho

Neues Mitglied
3 Juli 2018
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Im Büro gibt es ab und zu Situationen, in denen wir wirklich wünschten, wir könnten die Sprachsteuerung von Google nutzen. Allerdings ist das unseren Bossen zu unsicher und sie haben uns verboten, die zu Arbeitszwecken zu benutzen. Aber ich bin der Meinung, es würde extrem viel Zeit wegnehmen und man könnte mehrere Arbeitsprozesse parallel machen, wenn man mit seinem Telefon/Computer/Handy sprechen könnte!

Wie seht ihr das? Zu unsicher wegen Datenabfragen oder "Will haben"?
 

Aaron3219

Senior HTML'ler
6 Oktober 2015
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Schwer zu sagen, wenn man nicht weiß, was du auf der Arbeit machst.

Fakt ist:
Wenn du die Sprachsteuerung auf Google benutzt wird alles, was du kurz vor dem Befehl gesagt hast + dein Befehl + die Antwort von Google gespeichert. Doch nicht nur das! Google speichert alles und ich meine ALLES über dich, was es nur irgendwie finden kann. Öffentlich einsehbar sind einige Informationen zwar theoretisch (und nur manchmal) schon. Diese sind aber, wenn etwas schiefläuft, durch sehr kryptische URLs und einige andere Mechanismen geschützt. Praktisch gesehen ist es also eine sichere Sache. Ein zwar etwas Älteres, aber dennoch interessantes Video ist das hier:
Ich habe ein bisschen Research betrieben und keine Hinweise gefunden, dass sich daran heute etwas geändert hat.

Was Google alles über dich gespeichert hat, kannst du dir hier anschauen und sogar downloaden:
https://takeout.google.com/

Am Ende kommt es darauf an, wie sehr du Google vertraust und wie groß dein Alu-Hut ist. Und sind wir mal ehrlich: Das einzige, was solche Daten zu lesen bekommt, wird wohl ein Algorithmus sein. Ohne zu wissen was du machst, kannst nur du (bzw. dein Boss) entscheiden, ob ihr solche Technologien benutzen wollt. Hinzu kommt auch, dass Google nicht keine uns überlegene Intelligenz ist, es kann lediglich Trivial-Befehle entgegennehmen. Du wirst dein Google-Assistent ja keine geheimen oder komplizierten Fragen stellen können, die Google dann abspeichert.

Klar ist aber auch, Firmen machen manchmal nicht nur das, was sie den Nutzern sagen (siehe Amazon mit Alexa)! Meiner Meinung nach gibt es größere Sicherheitslücken und Gefahren als Google, da ich Google für vertrauenswürdig halte.

Dieser Beitrag ist natürlich ohne Gewähr und sehr subjektiv. Einige andere Forenmitglieder sind bestimmt noch besser informiert, liefern neue Fakten oder widerlegen vielleicht sogar meine und haben bestimmt eine andere Sichtweise auf die Dinge.
 
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htmlMyAss

Neues Mitglied
4 Juli 2018
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Schließe ich der Einschätzung an. Gerade im Arbeitskontext ist Datenschutz wichtig. Und da ist Google nicht gerade vertrauenswürdig.
Gerade biem Standard gelesen, dass in Paris eine Sammelklage wegen Verstoßes gegen die DSGVO eingereicht wurde.

Am Ende bleibt die Abwägung, wie teuer kostenlose Angebote wie von Google wirklich sind, und ob sich ein paar Euro zu investieren nicht lohnt.

Aber Google ist ja nun wirklich nicht der einzige Fisch im Teich, wenn auch der dickste Hecht. Es gibt viele Anbieter von sprachgesteuerte IT-Systemen, die Anwenderfreundlich sind und sich penibel an die DSGVO halten.
Dieser Anbieter hier zum Beispiel wirbt dafür, dass die Sprachverarbeitung zu 100% auf dem Gerät passiert.
 

scbawik

Senior HTML'ler
14 Juli 2011
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Ach, Sprachsteuerung ist doch der übertriebenste Hype seit Jahrzehnten. Wir Menschen kommunizieren nicht nur durch Wörter. Dazu gehört auch Mimik, Gestik, Kontext.

Also anstatt,

"Ok google, erstelle einen Termin für 21.07. um 14:00 Uhr mit den Teilnehmern X und Y, Dauer zwei Stunden und dem Titel Besprechung in Berlin"

sagen wir zu einem Assistenten einfach,

"Mach einen Termin nach dem Mittagessen mit den Müllers, ich fahr zu ihnen"

Der Mensch kennt den Kontext und weiß wer "die Müllers" sind, wie lange meine Mittagspause dauert, wie lange die Fahrt dauert, dass ich mit "fahren" den Zug meine, Tickets benötige, wo genau das Meeting stattfindet und auch wie lange dieses dauern wird. Der Spracherkennung muss ich alles diktieren.

Bei Änderungen wird es dann noch lächerlicher:

Spracherkennung: "Ok google, ändere den Termin vom 21.07. um 14:00 Uhr auf 9:00 Uhr morgens."
Assistent: "Wegen den Müllers, mach doch lieber um 9:00 Uhr"

Spracherkennung: "Ok google, reservier einen Tisch im Gasthof XY in München um 20:00 Uhr für 4 Personen."
Spracherkennung: "Ok google, storniere die Reservierung heute Abend im Gasthof XY."
Spracherkennung: "Ok google, reservier einen Tisch im Restaurant XY in München um 20:00 Uhr für 4 Personen."

Assistent: (Während Besprechung) "Reservier bitte unten (im Restaurant) einen Tisch für heute Abend."
Assistent: (10 min später) "Weißt du was, Gasthof XY ist wohl besser."

Wenn jetzt jemand ins Büro stürmt, liest "Google" fröhlich weiter vertrauliche Mails vor, während der Assistent automatisch weiß, dass diese Informationen nicht für diese Person gedacht sind. So viele Fehler im aktuellen Verständnis von Spracherkennung, es fällt mir schwer auf ein Ende zu kommen.

Technologie soll die Produktivität steigern, nicht schmälern.
Wenn Sprachsteuerung also jemals produktiv funktionieren soll, dann nur durch 100%-ige Überwachung. Akustisch, visuell, immer und überall. Mit der europäischen Datenschutzparanoia werden wir das aber nicht mehr erleben. Vielleicht auf den fortschrittlicheren Nachbar-Kontinenten; in einigen Jahrzehnten.
 
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