Frage Anbieter zum Mieten von Servern

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Aaron3219

Senior HTML'ler
6 Oktober 2015
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Moin an alle Experten,

eines meiner Projekte wird langsam ernst und ich habe folgende Frage:
1&1 bietet viele Services zum Thema Server-Hosting an.
Man hat volle Kontrolle über den Server.
https://hosting.1und1.de/vserver#features

Kennt ihr Anbieter, die ungefähr die gleichen Features (oder mehr) zu einem guten Preis haben?
Oder könnt ihr sogar 1&1 weiterempfehlen?
Habt ihr damit Erfahrung?

Ich muss hier wirklich Experten-Meinungen haben.

Grüße
Aaron
 

m.scatello

Senior HTML'ler
15 Februar 2017
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Ich verwalte einige Server bei Strato, damit haben wir bisher keine Probleme gehabt.

Allerdings solltest du dir genau überlegen, einen vServer einzusetzen. Wenn es sich um ein wichtiges Projekt handelt und eine gewisse Performance des Server erforderlich ist, dann würde ich die Finger von einem vServer lassen. Wenn du Pech hast und auf der gleichen Maschine ein vServer läuft, der hohe Lasten hat, dann wirst du das merken.
Einen vServer habe ich nur zum Spielen/Testen, für mehr nicht.
 

Aaron3219

Senior HTML'ler
6 Oktober 2015
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Aber bei vServern hat man ja erstmal festgelegten Arbeitspeicher uns Prozessor. Sollte nicht durch die VMware Virtualisierung die Leistung gleichmäßig auf dem Servern verteilt werden? Dasselbe gilt ja auch für Hardwareausfall. Und das ist wichtig, da das System ausfallsicher sein muss. Durch VMware wird das sichergestellt.

Ach ne, dass wird ja durch Cloud Server fertiggestellt.
https://hosting.1und1.de/m-cloud-server-hosting
Passt das besser?
 
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m.scatello

Senior HTML'ler
15 Februar 2017
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Also ich habe schon erlebt, dass ein vServer rattenschnell war und 24 Stunden später eine lahme Ente. Und es lagen keine Harwareprobleme vor. Es kann natürlich sein, dass sich die VMWare verbessert hat, bei mir ist das schon ein bisschen her. Und wie gesagt, meinen vServer nutze ich nur zum Testen, wenn der mal etwas lahmt, ist mir das wurscht. Es kommt ja auch darauf an, was man für ein Projekt hat, eine simple Homepage oder eine Seite, mit der man Geld verdienen will und/oder viel Last erwartet wird.
 
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Nicolai

Neues Mitglied
11 April 2019
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Hamburg
Guten Morgen,

Das wichtigste beim vServer kauf ist dass man dem Hoster "vertraut". Er ist für die Administration verantwortlich. Wenn dieser nicht vertrauenswürdig bzw. unprofessionell ist überbucht er die Server und die Performance geht in den Keller.

Die nächst höhere Ebene wird sein, dass du dir eine dedizierte Maschine holst, ist zwar teurer aber wenn es "langsam erst wird", bist du wahrscheinlich bereit höhere Preise zu zahlen. Wichtig wäre DDos-Schutz, genug Trafic und bei einer Datenbank ein RAID! Datensicherheit sollte IMMER an erster Stelle stehen.

Falls du weitere Rückfragen hast, helfe ich dir gerne.
Viele Grüße
Nicolai
 

eiskaltereistee

Mitglied
9 Juli 2014
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ims-hosting.de
Ich sehe es als Quatsch an, dass ein dedicated Server die Lösung ist, wenn es "erst" wird oder wenn man auf Performance ausgeht.

Es kommt natürlich immer auf das Projekt an, aber pauschal hat man mit einem Hardware Server erstmal mehr Aufwand und Risiko im Vergleich zu einem virtuellen Server.

Mit einem virtuellen Server hat man auch keine Performance Einbuße - oft laufen die sogar schneller, weil darunter entsprechend starke Kisten laufen, die man als eigen Hardware NIE für den Preis bekommen würde.

Man sollte dann natürlich nicht einen Billig-Hoster wie Strato oder co wählen wo es nur zählt, dass man möglichst viele Kunden auf ein System bekommt. Dort hat man tatsächlich Einbuße - das hat aber nichts mit einem virtuellen Server an sich zu tun.

Bei einem dedicated Server hast du schnell extreme Kosten, wenn die Verfügbarkeit wichtig ist - bei einem virtuellen System werden die HA Kosten auf alle Kunden aufgeteilt (z.B. redundante Netzteile, anständige RAID Systeme, Failover Systeme, Nodes zum ausweichen,..).

Folgende Probleme fallen mir beispielsweise direkt mal ein:
- HW-Upgrades: du hast einen dedicated Server: super! Aber inwieweit bist du damit skalierbar? Meistens nicht großartig. Hardware Systeme die pauschal viel RAM & CPU sowie festplatte schlucken können haben schon mega Grundkosten: egal ob du den RAM direkt voll baust oder später nachrüstest. Bei einem virtuellen Server kannst du jederzeit, meistens per Knopfdruck aufrüsten. Je nach Anforderung/Ziel ist bei einem Container nicht mal ein Reboot nötig.

- Backups: hier musst DU dir Gedanken machen, wie du das lösen willst und bist auch selber dafür verantwortlich das ganze zu überprüfen. Wieso diesen Aufwand betreiben? Viele Hoster bieten Backups an, welche automatisch überwacht werden und auch selbständig wiederhergestellt werden können.

- Ausfall: ist die Kiste weg, ist alles offline. Bei guten Providern sitzen die virtuellen Server nicht auf einer lokalen Festplatte sondern auf einem zentralen Storage: wenn man ein Host abschmiert wird die VM einfach auf einem anderen gestartet. Auch hast du keine Ausfälle, wenn mal Wartungen anfallen, weil deine VM vorher (meistens live) auf ein anderen Node geschoben wird.
Zum Vergleich:
neue Festplatte im dedicated Server? => Reboot!
weiterer RAM im Server? => Reboot!
...

Worauf ich hinaus möchte ist: wenn du gemietet oder eigene Hardware verwendest, brauchst du verschiedene Konzepte und musst deutlich mehr Aufwand betreiben deine Systeme am leben zu lassen: dein Hoster wird bestimmt nicht regelmäßig (wenn überhaupt) die SMART Werte deiner Platte prüfen, bevor sie dann irgendwann abraucht (Außer du bezahlst ihn dafür).

Hardware zu mieten bedeutet Aufwand, bedeutet Risiko. Das würde ich vermeiden (grade am Anfang).

Natürlich ist ein virtueller Server dann nicht für Strato Preise zu haben, bietet dir aber mehr Flexibilität und erspart die viel Arbeit, welche dann vom Hoster erledigt wird.

Sorry für eventuelle Fehler beim schreiben, es ist spät - wollte es aber nochmal los werden. Wenn mehr Interesse besteht: einfach melden - ich kann die einzelnen Punkte dann noch weiter ausführen.
 
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Aaron3219

Senior HTML'ler
6 Oktober 2015
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Der Thread ist nun schon ziemlich genau 1 Jahr alt und daher nicht mehr aktuell. Ich habe allerdings kein Problem damit, dass Thema wieder aufleben zu lassen, da, obwohl es eigentlich abgeschlossen ist, das Thema nicht minder interessant ist. Die Applikation ist mittlerweile übergeben worden und ich habe mich, aufgrund meines Studiums, aus dem Development-Prozess der Applikation vollständig ausgeklinkt. Dieser ist jetzt an die Abteilung der entsprechenden Firma abgegeben worden. Dennoch werde ich unsere endgültige Entscheidung, sowie die Gründe für unsere Entscheidung noch einmal wiedergeben.

Erst einmal war meine Wortwahl vielleicht ein wenig irreführend.
eines meiner Projekte wird langsam ernst
Damit war gemeint, dass das Projekt nun langsam aber sicher deployed werden sollte. Es geht dabei nicht darum, dass langsam mehr Last erwartet wird. Bei der Applikation ist von Tag 1 eine hohe Last zu erwarten gewesen.

Wie @eiskaltereistee hielten wir eigene dedizierte Server für unsinnig und konnten es deshalb schon relativ früh ausschließen. Dies geschah aus den bereits genannten Gründen. Es erschien uns ein zu hoher Wartungsaufwand zu sein.

Letztendlich entschieden wir uns für Cloud virtual machines bei DigitalOcean. Dies aus folgenden Gründen:
  • Die sogenannten "Droplets" sind scalable. Sprich: Es ist möglich den RAM und seine CPU an deine Bedürfnisse anzupassen. Das scaling lässt sich allerdings auch automatisieren. Dazu wird die DigitialOcean API benutzt, welche in Kombination mit DOProxy (Stichwort: Reverse proxy load balancers) den Prozess automatisiert.
  • Es ist möglich mehrere Droplets für eine Applikation zu benutzen und diese mit Load Balancern zu verbinden. Dies ermöglicht auch das Scalen von Droplets ohne Ausfall, da nur der entsprechende Droplet neugestartet werden muss, alle anderen bleiben online und werden nur ein wenig mehr belastet. Load Balancer sind eine Voraussetzung für die oben beschriebene Methode, da z.B. der Traffic auf die verschiedenen Droplets verteilt werden muss. Die Droplets werden hinzugefügt/entfernt und zum Load Balancer hinzugefügt/entfernt.
  • Des Weiteren ermöglicht DigitalOcean auch das scaling von Speicher mittels Block Storage. Das scaling ist hier sogar ohne Neustart des Droplets nötig. Ein Nachteil ist, dass Block Storage Volumes nicht teil der automatischen Backups sind. Es ist allerdings möglich, manuell Volume Snaphots zu erstellen. Auch lassen sich Block Storage Volumes als Komponente für RAID Arrays nehmen.
  • Wie bereits eben erwähnt bietet DigitalOcean außerdem die Möglichkeit, automatische Backups (z.B. wöchentlich) zu machen. Dies macht für dieses Projekt zwar wenig Sinn, da die Datenbanken viel write Traffic haben, es ist aber nice-to-have. In diesem Falle machen Application-Level Backups deutlich mehr Sinn.
  • DigitalOcean hat Server auf der ganzen Welt und ist Ausfallsicher. Die Daten werden separat von den Droplets sicher gespeichert. Es werden außerdem mehrere Kopien der Daten, für den Fall eines Datenverlustes gespeichert.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass DigitalOcean alle erdenklichen Features hat. Das System ist (Ausfall)sicher und viele Firmen vertrauen bereits auf ihre Infrastruktur. Die DO-Community ist sehr aktiv, es lässt sich über alles ein Guide, eine Anleitung oder Informationen finden und das zu einem (wie ich finde) angemessenen Preis.

Wer sich genauer über DigitalOcean informieren will, empfehle ich diesen Artikel. Jetzt würde mich allerdings auch mal eure Meinung interessieren.
Glaubt ihr, es war die richtige Entscheidung?
Kennt ihr Alternativen die noch günstiger sind?
Gibt es Dinge, an die wir nicht gedacht haben?

Edit:
Das soll hier by the way keine Werbung für DigitalOcean sein!
 
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Ansophie

Mitglied
17 August 2019
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Ich kann webhostone.de sehr empfehlen!
Das Preis-Leistungsverhältnis ist das Beste auf dem Markt, der support ebenso. Vertraglich wird bei denen alles seriös gehandhabt. Dies ist ebenfalls nicht als Werbung gemeint, sondern ist mein persönlicher Erfahrungswert.

lg, ansophie
 

Tronjer

Senior HTML'ler
8 Oktober 2010
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Berlin
Der Trend geht allgemein zu Managed Services. Am bekanntesten ist wohl AWS.

Zu Testzwecken verwende ich gerne Firebase. Das bietet Datenbank, Storage, User Authentication per E-Mail, Phone, Google, Facebook, etc., sowie Hosting incl. SSL Certificate und Verbindung zu eigenen Domains. Es ist einfach einzurichten und innerhalb des Basisplans sogar kostenlos.
 
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